Spielermaterial

Ich sage das als bekennender AfD -Hasser, der Weidel und Höcke für gefährlich und Chrupalla für mindestens unsäglich hält:

Wenn der Sportmoderator (Breyer) die Fußballexperten (Mertesacker und Kramer) bittet, auf das zuvor geäußerte Wort „Spielermaterial“ zu verzichten, „weil Menschen kein Material sind“, dann möchte man rufen: “Was erlauben Breyer?“

Auch die schärfste Wortpolizei müsste doch zugeben, dass

– das Gesagte korrekt nicht-gegendert war (weil nur Kerle),

– kein Bezug zu brauner Soße wie „innerer Reichsparteitag“ vorlag und auch

– keine sexistischen oder rassistischen Botschaften im Begriff versteckt waren.

Warum also dazwischen fahren? Spielermaterial ist nicht dasselbe wie Menschenmaterial, bei dem letzteren Begriff geht es tatsächlich darum, Soldaten wie Kanonen, Munition oder Panzer als Kriegswerkzeug anzusehen und sie insofern mit toten Stoffen gleichzusetzen. Heißt zwar noch längst nicht, dass Stahl und Mensch im Hinblick auf irgendeinen immateriellen Wert gleichgesetzt werden – aber gut.

Jedenfalls ist ein Spieler kein Soldat und er wird auch nicht im Einsatz sterben wie ein Soldat auf dem Schlachtfeld.

Das ist ein Bild, so wie die Torkanone nicht wirklich Kugeln feuert, der Bomber der Nation nicht bombt und das Abwehrbollwerk auch keine Festung ist.

Fertig.

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