Wir wollen das haben, was ein anderer hat. Dieser wiederum hat zwar das, was wir nicht haben, ist selbst aber ebenso jemand, der etwas haben will, was ein anderer hat.
Ergo: Wir imitieren das Haben wollen des Anderen. In Philosophisch: wir begehren mimetisch das Begehren des Anderen.
Sowas kann sich nur ein Franzose ausdenken und dieser Franzose war René Girard.
Der Erfolg der Influencer lässt sich kinderleicht mit Girards mimetischem Begehren erklären. Influencer sind eine Erfindung der Werbeindustrie und es ist deshalb völlig richtig, wenn man sagt, Influencer arbeiten in der Werbeindustrie. Denn die Werbeindustrie hat verstanden, dass es in ihrem Geschäft nicht darum geht, den Konsumenten vom objektiven Wert des Produktes zu überzeigen, sondern davon, dass der, dem man gleichen will, dasselbe Produkt kauft.
Die Angst vor dem Scheitern bringt mich immer zu dem, was ich nicht will. Weil ich weiss, dass da, wo ich eigentlich hin will, das Wollen, das meinem gleicht, stärker ist als mein eigenes. Und ich deshalb den Rivalen unterlegen sein würde.