Es ist nur durch eine progrediente Verblödung des Wählers zu erklären, dass Vorschläge wie die von Christos Pantazis (SPD) zur Bekämpfung der Kostenexplosion im Gesundheitswesen überhaupt ohne die Folge des sofortigeren Karrieretods gemacht werden können. Das Symptom (!) galoppierender (Zusatz-)Beitragserhöhung der GKVen durch eine Behandlung gemäß dem niederstkomplexen Prinzip „Nehmt den Reichen, gebt den Armen“ zum Verschwinden zu bringen, kann nur einem Fachfremden einfallen, der zudem nicht mal zumindest ein Basis -Wirtschaftsverständnis erkennen lässt. Aber klar, wenn man statt eines Sachkundigen lieber einen promovierten Neurochirurgen zum gesundheitspolitischen Sprecher macht, also jemanden der sich von Berufs wegen überhaupt nicht mit Finanzen und im Privaten höchstens im Umfeld der Suche nach Steuervermeidungsmodellen damit auskennen muss, dann muss man sich nicht wundern. Warum darf dieser Laie zu einem ökonomischen Thema Stellung nehmen? Auch von einem gesundheitspolitischen Sprecher darf man Fachkompetenz, also finanzpolitisches Verständnis verlangen! It’s still the Economy, stupid!
Dieser dumme, alles nur noch schlimmer machende Vorschlag, der die notwendige Drecksarbeit (Ausdruck ja wieder in Mode, schön!) einer brutalen Strukturreform lieber den nächsten Generationen überlässt, ist an Blödheit nicht mehr zu überbieten und man wundert sich nicht, dass dieser elendige Schwachsinn schon früher mal vorgeschlagen worden ist und zwar, na von wem auch sonst, von den Grünen und der Linken. Gute Nacht!
Nachtrag 22.6.: Generalsekretär Klüssendorf SPD schließt sich an. Nicht nur ist der Vorschlag katastrophal dämlich (s.o.), auch die Vorgehensweise ist so ungeheuer bieder und altmodisch (einer prescht vor, der Zweite unterstützt, der Dritte fordert usw.), dass man lieber gar nicht.