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Das philosophische Radio Spezial vom 6.6.2020

Ungemein interessant, Ende Dezember eine philosophische Diskussion aus dem Juni nachzuhören. Im philosophischen Radio des WDR gab es zwei äußert aufschlussreiche Gespräche zum Thema Corona: einmal mit Julian Nida-Rümelin und Svenja Flaßpöhler und am selben Tag mit Markus Gabriel und Reinhard Merkel. 4 Philosophen, die sich letzlich einig waren, dass die Maßnahmen gegen die 1. Welle notwendig waren, um einerseits Zeit zu gewinnen, damit das Virus besser erforscht und die Gefahr, die von ihm ausgeht, besser eingeschätzt werden konnte; um andererseits aber auch die Überlastung des Gesundheitssystems, und damit ganz konkret Triagesituationen in den Hospitälern zu vermeiden.

Mit der – im Gespräch vom Juni offen ausgesprochenen – Folge, dass bei einer 2. Welle die gleichen Grundrechtseinschränkungen eben nicht mehr zu rechtfertigen seien. Denn dann kenne man das Virus ja schon und Gesundheitsämter und Krankenhäuser hätten genug Zeit gehabt, sich auf den wiederkehrenden Anstieg der Infektionen vorzubereiten.

In der Realität aber hat sich nichts verändert: Mit denselben Argumente rechtfertigt die Politik den erneuten Shutdown.

Nida-Rümelin hat damals in diesem Gespräch gesagt, dass die Gesellschaft es nicht aushalten werde, käme es nochmal zu solchen Lockdowns wie im Frühjahr.

Und jetzt?

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